Wie man die ICA-Prüfung besteht

Am Wochenende war das Assessment zum Systemischen Business Coach (ICA). Hier möchte ich ein paar Tipps geben, wie man die Prüfung besteht.

Die Prüfung selber setzt sich aus mehreren Teilen zusammen:

  • Anfertigen einer Dokumentation eines Coachings oder Coaching-Prozesses (ca. 3-5 Seiten)
  • schriftlicher Test (30 Minuten)
  • Demo-Coaching (20 Minuten)
  • Fachgespräch (15 Minuten)

Die Dokumentation

Um zur Prüfung zugelassen zu werden, ist eine schriftliche Dokumentation eines Coachings bzw. eines Coaching-Prozesses anzufertigen. Hierfür gibt es Rahmenvorgaben, die unbedingt einzuhalten ist. Wenn man sich hierbei etwas Mühe gibt und einen sauberen Prozess dokumentiert, gibt es eigentlich keine Schwierigkeiten

Der schriftliche Test

Hier kommt man um das Lernen wohl nicht herum. Der Test dauert 30 Minuten und fragt Themen aus der gesamten Ausbildung ab. Der Test besteht aus einer Mischung von offenen Fragen und Multiple-Choice-Aufgaben. Prüflinge müssen im Prinzip alle Inhalte der Ausbildung parat haben. Es kamen sogar Fragen zu Themen dran, die ich nicht erwartet hätte (z.B. Vermarktung als Coach). Die Wiederholungsfragen, die in den einzelnen Modulen enthalten sind, muss man auf jeden Fall beherrschen. Das allein reicht aber nicht aus. Wer sich jedoch die Unterlagen gut eingeprägt hat, wird auch diesen Test bestehen.

Das Demo-Coaching

Im Anschluss an den Test findet ein Demo-Coaching vor Prüfern des ICA statt. Was die Prüfer hier sehen wollen, ist vor allem ein sauberer Aufbau (Einleitung, Ziel-, Auftrags- und Kontextklärung, Interventionen, Abschluss). Natürlich kann in 20 Minuten nur wenig Coaching stattfinden, das wissen auch die Prüfer. Deswegen ist es nicht schlimm, wenn man keinen kompletten Prozess durchziehen kann.

Weiterhin wird gesteigerter Wert darauf gelegt, dass die richtigen Methoden fachlich richtig eingesetzt werden. Wenn man eine spezifisch systemische Methode einsetzt (z.B. Soziogramm), kann das auch nicht schaden (immerhin ist es eine systemische Ausbildung). Wichtig ist, dass die Methoden zum Ziel und zum Auftrag passen.

Die Prüfer achten auch besonders auf die Beziehung zwischen Coach und Klient. Ist genügend Rapport vorhanden? Deshalb sollte man als Prüfling besonders auf Dinge wie Pacing und Leading, aktives Zuhören usw. achten.

Und schließlich, sehr wichtig, darf das Coaching nicht zu direktiv sein. Wenn eine Prüfung nicht bestanden wird, liegt das meistens daran, dass zu wenige offene Fragen gestellt oder zu viele Ratschläge erteilt werden. Dieser Punkt ist deshalb besonders zu beachten.

Das Fachgespräch

Nach dem Coaching findet ein Auswertungsgespräch statt. Hier befragen die Prüfer sowohl den Coach als auch den Klient zu dem vorangegangenen Coaching. Der Coach muss zum Beispiel erklären, warum er welche Methoden eingesetzt hat, wie er den Prozess empfunden hat, wo er Fehler erkannt hat usw. Es können auch Fragen zu der angefertigten Dokumentation kommen, weswegen man sich diese vorher unbedingt noch einmal genau anschauen sollte. Der Prüfling sollte auch auf allgemeine Coaching-Fragen, zum Beispiel, was man persönlich unter einem Systemischen Coaching versteht, gefasst sein.

Wenn man sich an diese Richtlinien hält, sollte es eigentlich nicht allzu schwer fallen, die Prüfung zu bestehen. Was auf jeden Fall hilft, ist:

  • regelmäßige Teilnahme an den Ausbildungstagen
  • Vor- und Nachbereitung der Inhalte
  • hin und wieder mal ein Buch zum Coaching lesen
  • aktives Mitmachen an den Übungen während der Ausbildung
  • Übungsgruppen bilden zwischen den Modulen
  • selber aktiv coachen (z.B. im Freundeskreis, oder auch schon als professioneller Coach)
  • vor der Prüfung Zeit zum Lernen einplanen. Eine Woche ist i.d.R. zu wenig, lieber schon 3-4 Wochen vorher anfangen, dann gibt es am Ende auch keinen Stress.
  • die Wiederholungsfragen schriftlich beantworten und die Antworten am Tag vor der  Prüfung nochmal durcharbeiten.

, ,

No comments yet.

Schreibe einen Kommentar