Passend zum aktuellen Artikel im Heft managerSeminare hat Dr. Emrich in seinem Blog das Thema E-Mail-Coaching angestoßen.
Ich persönlich finde das Medium E-Mail eigentlich recht interessant, auch für den Coaching-Bereich. Allerdings gehöre ich zu der Generation, die quasi mit dem Internet aufgewachsen ist. Ich verschicke (privat und beruflich) täglich zwischen 10 und 50 E-Mails, manchmal auch mehr. Insofern wäre E-Mail-Coaching für mich kein exotisches Randthema, sondern durchaus vorstellbar.
Der Artikel identifiziert u.a. folgende Vor- und Nachteile des Online- bzw. E-Mail-Coachins:
Vorteile:
- Anonymität: der Coachee kann anonym bleiben, was seine Hemmschwelle, private Details zu berichten, verringern kann
- Flexibilität: Coach und Coachee sind örtlich und zeitlich vollkommen flexibel
- Möglichkeit zur Reflexion: durch das Schreiben und die Möglichkeit des Durchlesens findet ein intensiver Reflexionsprozess statt
Nachteile:
- Anonymität: kann zu geringem Vertrauensaufbau führen und eine engere Beziehung zwischen Coach und Coachee verhindern
- kein direktes Feedback: körpersprachliche Signale als Feedback fallen völlig weg
- Asynchronität: durch die zeitliche Verzögerung zwischen den E-Mails wird der Prozess “zäh”
Wer sich für E-Mail-Coaching interessiert, sollte vor allem gerne schreiben, so ein Fazit des Artikels. Nur wer kein Problem mit schriftlichem Austausch hat und wem schriftliche Formulierungen leicht fallen, wird an Online-Coaching seine Freude haben.
Meines Erachtens wird sich Online- und E-Mail-Coaching als Zusatzinstrument etablieren. Zum Beispiel für kurze Kommunikation zwischen den Sitzungen, Ergänzungen, kurzfristige Fragen oder Aufgaben etc. Als alleiniges Coaching-Medium sehe ich die E-Mail auch in Zukunft nicht an.
