Okt 10





Auf Spiegel Online habe ich heute einen interessanten Bericht über Speed Coaching gelesen. Könnte das eine neue Nische sein?

Ähnlich dem Speed Dating geht es darum, innerhalb kurzer Zeit mehrere Coaches zu konsultieren. Bei jedem Coach verbringt der Teilnehmer einen festgelegten Zeitraum (in dem Artikel sind es 10 Minuten), dann gehts weiter zum nächsten Coach. So lange, bis jeder Teilnehmer einmal “durch” ist, also mit jedem Coach gesprochen hat.

Das Ganze kommt aus Berlin, dauert 50 Minuten für 5 Gespräche und kostet 10 Euro. Also nicht viel Geld, da kann man auch nicht viel falsch machen.

Aber was kann man von solchen Kurzcoachings wirklich erwarten?

Tiefgreifende Veränderungen sind hier wohl nicht zu erwarten. Wie der Autor des Artikels schon schreibt, ist mehr als ein paar Denkanstöße einfach nicht drin. Außerdem wird es schnell nervig, wenn man seine Situation fünf Mal innerhalb einer Stunde erklären soll.

Für den Einsatz richtiger Coaching-Tools bleibt auch keine Zeit. Wohl deshalb muten die beschriebenen Interventionen eher wie Beratungsansätze an. Ein Vertrauensverhältnis baut sich in zehn Minuten natürlich auch nicht auf.

Trotzdem scheinen die Teilnehmer zufrieden zu sein. Wenn die Erwartungen nicht zu hoch sind, warum auch nicht.

Was bringt Speed Coaching für den Coach?

Der Stundensatz ist ziemlich gering, wirklich leben kann der Coach von dieser Form des Coachings nicht. Ich schätze mal, dass Speed-Coaching eher eine pressewirksame Akquise-Methode für nachfolgende Coachings ist. Auf die Spiegel-Website hat es der Ansatz immerhin schon gebracht…

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Jun 1





Das zweite Modul beschäftigt sich mit einem Thema, das für angehende Coaches extrem wichtig ist: Marketing und Vertrieb.

Den meisten Teilnehmern brannte die Frage, wie sie überhaupt an Klienten kommen sollen, unter den Nägeln. Klar, Coaching-Tools kann man sich aneignen, Wissen kann man erwerben, aber was tun, wenn einen keiner kennt. Oder wie es Thomas Menthe in seinen Folien formuliert:

Stell dir vor du bist Coach und keiner geht hin.

Um dem vorzubeugen, geht es in Modul 2 einen ganzen Tag lang um die Frage der Klientenakquise sowie der Selbstvermarktung. Hierbei kommt das 3-C-Modell zum Einsatz:

  1. Contacting: Wie mache ich mich als Coach überhaupt bekannt? Welche Instrumente kann ich nutzen? Worauf muss ich bei der Selbstvermarktung achten? Was bringen mir Netzwerke? Wie will ich mich positionieren? Wie kann ich Qualität kommunizieren?
  2. Convincing: Wie überzeuge ich den potenziellen Klienten? Welche Vertriebstricks helfen mir dabei? Wie optimiere ich meinen Umsatz? Wie präsentiere ich mich optimal? Worauf muss ich beim Erstkontakt (auch am Telefon) achten?
  3. Contracting: Was ist bei der Vertragsgestaltung zu beachten? Welche Vertragstypen gibt es? Welche Inhalte muss ein Coaching-Vertrag unbedingt beinhalten?
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