Coaching-Tool: Das Lebensrad

Eines der ersten Tools, die wir in der Coaching-Ausbildung kennen gelernt haben, ist das Lebensrad.

Beim Lebensrad handelt es sich um ein Coaching-Tool, das zum Beispiel zur Karriere- und Lebensplanung, zu Fragen der Persönlichkeitsentwicklung oder bei einem Burnout-Syndrom angewendet werden kann. Es eignet sich besonders am Anfang eines Coaching-Prozesses, um zu bearbeitende Themengebiete zu klären und einen Gesamtüberblick zu schaffen. Durch die Visualisierung wird dem Coachee vieles klar, was er vielleicht vorher gar nicht oder nur schemenhaft wusste.

Aufbau des Lebensrads

Der Prozess beginnt mit dem Sammeln von relevanten Lebensbereichen. Entweder man verwendet ein vorgefertigtes Schema oder (besser) der Coachee sucht selbst Bereiche, die für sein Leben relevant sind. Das können zum Beispiel sein:

  • Beruf
  • Finanzielles
  • Familie
  • Freizeit
  • Sport
  • Hobby
  • Beziehung/Partnerschaft
  • Sprituelles/Philosophie
  • Weiterbildung
  • Gesundheit
  • etc.

Nun soll der Coachee einen Kreis zeichnen. Dieser Kreis wird in so viele gleichgroße Teile aufgeteilt, wie zuvor Lebensbereiche identifiziert wurden.  Jede der enstandenen Linien, von der Mitte ausgehend, stellt eine Skala dar, wobei die Mitte die Zahl 0 darstellt und das äußere Ende der Linie, die den Kreis berührt, die 10.

Die einzelnen Linien bzw. die Schnittpunkte mit dem Kreis werden nun mit den Lebensbereichen beschriftet. Nun trägt der Coach auf jeder Linie ein, wie zufrieden er mit dem jeweiligen Bereich ist. Das kann zum Beispiel eine 5 für den Bereich „Beruf“ sein, dann würde er einen Punkt in der Mitte der Linie einzeichnen. Bei „Partnerschaft“ vielleicht nur eine 2, bei Weiterbildung dagegen eine 9.

Sind alle Punkte eingezeichnet, werden die Punkte verbunden, so dass eine geometrische Form entsteht. Diese kann nahezu rund sein wie der äußere Kreis oder aber auch sehr abstrakte Formen annehmen, wenn die einzelnen Bereiche sehr unterschiedlich ausgeprägt sind.

Fragen für das Lebensrad

Nun kann der Coachee einen Schritt zurücktreten und einen Blick auf sein Lebensrad werfen. Folgende Fragen können nun eingesetzt werden:

  • Wie geht es Ihnen mit dem Ergebnis?
  • Was fällt Ihnen auf?
  • An welchem Punkt würden Sie gerne etwas verändern?
  • Woran machen Sie fest, dass Sie in diesem Bereich den Wert X haben?
  • Was brauchen Sie für X + 1?
  • Was könnten Sie konkret tun, um einen ersten Schritt zu schaffen?

Zu beachten ist, dass das Lebensrad nicht zwangsläufig rund werden muss. Es kann durchaus sein, dass der Klient lieber in einem Bereich von einer 9 auf eine 10 kommen will, als einen anderen, sehr schwach ausgeprägten Bereich, zu verbessern. Das liegt ganz im Ermessen des Coachees, der Coach darf hier nicht intervenieren.

Beispiel eines Lebensrads als Coaching-Tool

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2 Responses to Coaching-Tool: Das Lebensrad

  1. Dr. Norbert Preetz 31. Januar 2010 at 20:27 #

    Hallo, lieber Herr Beilharz,tolle Beschreibung des Konzepts „Lebensrad“. Wie ich sehe bauen Sie weiter kräftig an Ihrem Business.
    Wie nicht anders zu erwarten haben Sie natürlich auch eine hochprofessionelle Webseite.
    Ich freue mich, immer wieder mal ein Lebenszeichen von Ihnen zu hören und bin neugierig, welche Sterne Ihre Erfolgsrakete noch ansteuern wird.
    Herzliche Grüße,
    Dr. Preetz

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  1. Joseph O'Connor: Coaching-Erfolg mit NLP - 24. März 2010

    […] bis hin zum Selbst-Coaching. Auch Tools, die nicht dem NLP zuzuordnen sind (wie zum Beispiel das Lebensrad) werden erläutert. Unzählige Fragen laden zum Nachdenken über die Inhalte und die eigene […]

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