Aug 7





Passend zum aktuellen Artikel im Heft managerSeminare hat Dr. Emrich in seinem Blog das Thema E-Mail-Coaching angestoßen.

Ich persönlich finde das Medium E-Mail eigentlich recht interessant, auch für den Coaching-Bereich. Allerdings gehöre ich zu der Generation, die quasi mit dem Internet aufgewachsen ist. Ich verschicke (privat und beruflich) täglich zwischen 10 und 50 E-Mails, manchmal auch mehr. Insofern wäre E-Mail-Coaching für mich kein exotisches Randthema, sondern durchaus vorstellbar.

Der Artikel identifiziert u.a. folgende Vor- und Nachteile des Online- bzw. E-Mail-Coachins:

Vorteile:

  • Anonymität: der Coachee kann anonym bleiben, was seine Hemmschwelle, private Details zu berichten, verringern kann
  • Flexibilität: Coach und Coachee sind örtlich und zeitlich vollkommen flexibel
  • Möglichkeit zur Reflexion: durch das Schreiben und die Möglichkeit des Durchlesens findet ein intensiver Reflexionsprozess statt

Nachteile:

  • Anonymität: kann zu geringem Vertrauensaufbau führen und eine engere Beziehung zwischen Coach und Coachee verhindern
  • kein direktes Feedback: körpersprachliche Signale als Feedback fallen völlig weg
  • Asynchronität: durch die zeitliche Verzögerung zwischen den E-Mails wird der Prozess “zäh”

Wer sich für E-Mail-Coaching interessiert, sollte vor allem gerne schreiben, so ein Fazit des Artikels. Nur wer kein Problem mit schriftlichem Austausch hat und wem schriftliche Formulierungen leicht fallen, wird an Online-Coaching seine Freude haben.

Meines Erachtens wird sich Online- und E-Mail-Coaching als Zusatzinstrument etablieren. Zum Beispiel für kurze Kommunikation zwischen den Sitzungen, Ergänzungen, kurzfristige Fragen oder Aufgaben etc. Als alleiniges Coaching-Medium sehe ich die E-Mail auch in Zukunft nicht an.

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Aug 4





Coaching-Ausbilder Dr. Martin EmrichDr. Emrich bzw. seine Firma EMRICH Consulting ist der Anbieter der Coaching-Ausbildung, die ich besuche und über die ich hier schreibe. Was liegt da näher, als ein Interview mit dem Ausbilder persönlich zu führen? In den kommenden Wochen folgen auch weitere Interviews mit den beiden Co-Ausbildern sowie den anderen Teilnehmern.

In diesem Interview habe ich die Du-Form gewählt, da wir uns in der Ausbildung alle duzen.

Hi Martin. Beschreib doch bitte kurz deinen Werdegang und wie du zum Coaching gekommen bist.

Ich bin promovierter Diplompsychologe und Geschäftsführer der Firma EMRICH Consulting …improving people! Die Firma hab ich 1996 gegründet. Bis zur Jahrtausendwende arbeitete ich vorwiegend als Trainer und Berater. Zwei Faktoren trieben mich dann ganz stark in Richtung Coaching:

  1. Mehr und mehr kamen Ende der neunziger Jahre meine Kunden und Seminarteilnehmer auf mich zu und baten mich direkt, sie durch gezielte Coachings zu unterstützen.
  2. Mir fiel auf, dass ich im Einzelcoaching häufig sehr viel mehr bewegen kann, als in einem Gruppentraining mit 12 oder mehr Teilnehmern. Gerade die Früchte meiner hypnotherapeutischen Ausbildung kommen im Einzelsetting sehr viel besser zum tragen als in Veranstaltungen für Gruppen.

Was war der Auslöser für den Sprung vom Coach zum Coaching-Ausbilder?

Auch dafür gab es genau zwei Auslöser:

  1. Zunächst war ich ja auch viele Jahre Coach und habe selbst zwei gute Coaching-Ausbildungen besucht. Die waren beide hilfreich. Trotzdem dachte ich mir: „Mensch Martin, als promovierter Psychologe kriegst Du sicher eine bessere Ausbildung hin!“ Und das funktionierte! Heute gilt unsere Coaching-Ausbildung als eine der praxisorientiertesten und interaktivsten im deutschsprachigen Raum.
  2. Viele Coaching-Ausbildungen vermitteln primär Coaching-Kompetenz. Das ist in meinen Augen aber nur die halbe Miete. Wir bei EMRICH Consulting unterstützen unsere Teilnehmer auch massiv dabei, an eigene Klienten zu kommen – und zwar schon während, nicht nach Abschluss der Ausbildung.

Was sind für dich die wichtigsten Faktoren einer hochqualitativen Coaching-Ausbildung?

  1. Die Ausbilder sind selbst zertifizierte und erfolgreiche Coaches mit breiter Berufserfahrung im Business-Kontext.
  2. Die Teilnehmer haben im Rahmen der Ausbildung die Möglichkeit, selbst zu coachen.
  3. Integraler Bestandteil der Ausbildung ist es, aufzuzeigen, wie ich als Coach meine Klienten gewinne
  4. Am Ende der Ausbildung steht eine unabhängige Prüfung, in welcher durch ein professionell konstruiertes Assessment Center die de facto Coaching-Kompetenz der Ausbildungs-Teilnehmer objektiv diagnostiziert wird. Diese Prüfung darf selbstverständlich nicht von den Ausbildern durchgeführt werden, wie das leider in vielen Coaching-Ausbildungen bis heute der Fall ist.

Wie schätzt du den Markt für Coaching ein? Worauf sollten frischgebackene Absolventen achten?

Alle mir bekannten Analysen zeigen sehr klar, dass Deutschland ein Wachstumsmarkt für Business-Coaching ist. Mehr und mehr Führungskräfte erkennen den klaren Return-on-Investment, den ihnen Coaching zu Themen wie „Führung“ oder „Work-Life-Balance“ bietet. Frischgebackene Absolventen sollten darauf achten, nicht mit Dumping-Preisen in den Markt einzutreten. Wer in Firmen für 100 Euro pro Stunde coacht, wird mit diesem Honorar vom Top-Management kaum ernst genommen.

Warum hast du dich für Systemisches Coaching entschieden, anstatt für eine andere Form des Coaching? Wo liegt der Vorteil?

Mir persönlich gefällt der Eklektizismus des systemischen Ansatzes. So fand ich sehr viele Elemente meiner früher absolvierten Ausbildungen beim systemischen Coaching wieder: Komponenten des NLP, transaktionsanalytische Vorgehensweisen, bestimmte Formate der klinischen Hypnose, sowie Interventionen aus der kognitiven Therapie passen alle gut unter das „Dach“ des systemischen Ansatzes.

Der besondere Vorteil der systemischen Denkweise ist die ihr innewohnende ganzheitliche Betrachtungsweise. Keine andere „Schule“ betont so klar, dass menschliches Denken, Fühlen und Handeln nur verstanden und verändert werden kann, wenn man sich als Coach klar macht, dass der Klient in unterschiedlichen Systemen (z.B. Firma, Familie,…) lebt und auch der Klient selbst als System mit integrierten Subsystemen (z.B. Herz- Kreislaufsystem, Muskulatur,…) betrachtet werden muss. Und genau durch diese ganzheitliche Sichtweise sind die Werkzeuge des systemischen Coachings in der Praxis so effektiv.

Wie kann ein Teilnehmer einer Coaching-Ausbildung den größtmöglichen Nutzen aus seiner Ausbildung ziehen?

Wichtig ist, dass die Teilnehmer die Angebote und Ermunterungen der Ausbilder, selbst möglichst viele praktische Coaching-Erfahrungen zu sammeln, proaktiv nutzen. Leider gibt es Teilnehmer, die denken, sie müssten erst einmal die Ausbildung abgeschlossen haben, bis sie mit dem Coaching beginnen dürften. Ein fataler Fehler! Denn die Ausbildungsinhalte sind so umfangreich, dass sie jeweils sofort ausprobiert werden müssen, um nicht in Vergessenheit zu geraten. Es gilt: „Use it, or lose it!“

Und zu guter Letzt: Hast du sonst noch Tipps für die Leser dieses Blogs, die mit dem Gedanken spielen, Coaches zu werden?

Klar, ich kann nur wärmstens unsere Ausbildung zum Systemischen Business Coach (ICA) empfehlen. Wegen sehr großem Zuspruch ist es allerdings erst im Januar 2010 wieder möglich, diese Ausbildung zu starten. Sie dauert dann über 2010 verteilt 22 Tage und schließt im Januar 2011 mit einer international anerkannten Zertifizierung durch die International Coaching Association ab.

Vielen Dank, Martin. Wir sehn uns ja Ende August wieder in Tübingen. Ich freu mich schon auf das kommende Modul :-)

Mehr Informationen über die Coaching-Ausbildung finden Sie hier in diesem Blog und auf der Website von EMRICH Consulting.

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Jun 28





Im dritten Modul wird u.a. die systemische Denkhaltung als Grundlage des systemischen Coachings eingeführt.

Das systemische Coaching baut auf drei Säulen auf:

  • Systemik: es geht um die Zusammenhänge und Wechselbeziehungen zwischen den Personen im System
  • Lösungsfokussierung: Konzentration auf die Lösung, nicht auf das Problem
  • Konstruktivismus:  das Verändern der Perspektive des Klienten ändert auch dessen Welt

Neben der systemischen Sichtweise gibt es noch eine Reihe von anderen Modellen zur Beschreibung menschlichen Verhaltens:

  • Maschinenmodell: ein Reiz löst eine Reaktion, z.B. ein Verhalten, aus. Das Verhalten wird durch Konditionierung erworben
  • Eigenschaftsmodell: Eigenschaften sind genetisch bedingt oder anerzogen (“Der ist halt so”)

Diese Modelle nehmen dem Handelnden jeglichen Spielraum zur Beeinflussung seines Verhaltens. Das Ziel im Coaching ist es aber, dem Klienten aufzuzeigen, dass er die Kontrolle über seine Reaktion übernehmen kann, sein Verhalten in der Hand hat und es aktiv ändern kann. Deswegen ist das Handlungsmodell nützlicher.  Hierbei geht man davon aus, dass Menschen ihre “eigene Welt” durch Glaubenssätze und andere interne Prozesse selbst erschaffen. Ändert man diese Prozesse (z.B. durch Perspektivenwechsel bzw. Reframing), ändert sich auch die Welt des Klienten.

Der Klient ist immer Teil eines Systems. Deshalb gilt es, dieses System in die Betrachtung mit einzubeziehen. Methoden hierfür sind zum Beispiel der Ökologiecheck, Kontextklärung sowie zirkuläre und hypothetische Fragen.

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Jun 14





Viel NLP für wenig Geld!

So würde ich die Ausbildung zum NLP-Practitioner bei Julian Wolf zusammenfassen. Doch zurück zum Anfang.

NLP spielt im Coaching mittlerweile eine wichtige Rolle. Viele Modelle und Inhalte greifen auf NLP-Techniken zurück, wie auch NLP selber auf Ressourcen aus anderen Themengebieten zurückgreift. “Coaching mit NLP” ist sogar eine eigenständige Coaching-Disziplin geworden.

Insofern kann es nicht schaden, sich als angehender Coach auch mit NLP auseinander zu setzen. Techniken wie Pacing und Leading, Spiegeln, aber auch die Kenntnis der Meta-Strategien oder des Meta-Modells helfen beim Coaching, die Beziehung zum Coachee zu verbessern und die Ziele schneller und sicherer zu erreichen.

Mein Einstieg ins NLP war der “Studentenpractitioner” bei Julian Wolf. Keine Angst, er ist nicht nur für Studenten gedacht. Studenten (und Schüler bzw. Azubis) zahlen nur einfach weniger als Teilnehmer, die bereis voll verdienen.

Der Practitioner findet in Köln, München, Berlin, Frankfurt und Hamburg statt (demnächst auch in Wien). Anstelle von vielen Wochenenden, wie es bei anderen Ausbildungen üblich ist, teilt sich der Studentenpractitioner in zwei Blöcke zu je 4 Tagen auf. Dort wird dann allerdings richtig geackert, oft bis nach Mitternacht…

Neben Julian Wolf, einem von nur einer Handvoll von Richard Bandler persönlich ernannten Master-Trainern weltweit, wird die Ausbildung von weiteren Co-Trainern (für Hypnose, Körpersprache usw) geleitet sowie von bis zu zwei Dutzend Master-Anwärtern begleitet. So stehen immer genug Ansprechpartner zur Verfügung.

Die Ausbildung kostet 490€ für Studenten bzw. 790€ für Normalverdiener, ist also in jedem Fall erschwinglich. Das Zielpublikum ist relativ jung, aber auch hier habe ich Coaches, Heilpraktiker, Manager und Vertreter anderer Berufsstände kennengelernt, also ein richtig bunt gemischter Haufen :-)

Wer jetzt Lust auf den Studentenpractitioner bekommen hat, kann sich hier weiter informieren:

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Jun 9





Zusätzlich zu der Coaching-Ausbildung absolviere ich eine e-Ausbildung zum “Experten für Schlüsselkompetenzen” bei career-tools.net. Ich bin mir zwar nicht im Klaren darüber, was mir das Zertifikat bringen soll (und ehrlich gesagt wäre es mir ein bisschen peinlich, mich nach einem 10-wöchigen Fernstudium als “Experte für Schlüsselkompetenzen” vorzustellen :-) ), aber da ich zu den Testusern gehöre, die die Ausbildung zu einem sehr günstigen Preis angeboten bekamen, habe ich einfach mal zugeschlagen.

Was soll ich sagen? Ich bin angenehm überrascht :-) . Die Ausbildung richtet sich hauptsächlich an Studierende und junge Menschen, aber nicht ausschließlich, wie ich es verstanden habe.

Die Inhalte der Ausbildung ergänzen die Coaching-Ausbildung optimal. Themen wie “Kommunikation”, “Konfliktmanagement” oder “Präsentieren” eignen sich ganz hervorragend zur Abrundung der für einen Coach so wichtigen Soft Skills.

Die Ausbildung gliedert sich in 10 Einheiten, die jeweils alle 14 Tage als pdf-Dokument von ca 50-60 Seiten kommen. Am Ende jeder Lektion wird das erworbene Wissen durch einen Multiple Choice-Test abgefragt. Am Ende der Ausbildung kommt noch einmal ein umfangreicherer Test hinzu, der alle Lektionen auf einmal abfragt. Dann erhält man das Zertifikat und darf sich “Experte für Schlüsselkompetenzen” nennen :-)

Die Lektionen sind leicht verständlich und übersichtlich geschrieben. Die theoretischen Konzepte werden vorgestellt und durch Abbildungen und Schemata verdeutlicht. Die wichtigsten Erkenntnisse in den Lektionen werden noch einmal zusammenfassend dargestellt.

Die Lektionen werden durch viele Tools und 12 Videovorträge ergänzt.

Die gesamte Ausbildung kostet 249€, was natürlich schon eine Menge Geld ist. Ich glaube nicht, dass ich mich zu diesem Preis angemeldet hätte, da das Zertifikat wohl nicht wirklich viel bringt. Für den doppelten Preis kann man immerhin den NLP Practitioner bei Julian Wolf machen und hat anschließend eine anerkannte Qualifikation in Händen.

Die Qualität der Lektionen ist jedoch ziemlich gut, wer nicht so auf den Cent achten muss, der wird die Teilnahme der e-Ausbildung nicht bereuen.

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Jun 9





Online-MarketingZwar nicht 100% passend hier, aber ein bisschen Werbung in eigener Sache muss erlaubt sein :-)

Mein Buch “Online-Marketing: Tipps und Hilfen für die Praxis”, das Anfang 2009 erschienen ist, eignet sich ganz hervorragend für Trainer, Berater und Coaches. Das hat auch Henri Apell in seinem interessanten Blog “Coach im Netz” festgestellt.

Der Fokus des Buches liegt nämlich nicht auf teuren Werbeaktionen und theoretischen Analysen, sondern auch praktischen und direkt umsetzbaren Tipps, wie man auch mit kleinerem Budget die eigene Website erfolgreich vermarkten kann.

Neben den obligatorischen Kapiteln über Suchmaschinenoptimierung und Suchmaschinenwerbung, die natürlich den Schwerpunkt des Buches bilden, finden sich auch ausführliche Hilfestellungen zu “fortgeschrittenen” Themen wie E-Mail-Marketing, Web 2.0-Marketing oder zu strategischen Fragen des Online-Marketing.

Jedes Kapitel enthält weiterführende Links zu Internetseiten ,die das jeweilige Thema vertiefen. Zahlreiche Checklisten und Übersichten erhöhen die Lesbarkeit und die Prasix-Tauglichkeit des Buches.

Gerade im Bereich Suchmaschinenoptimierung (SEO) kann der einzelne Webmaster (Coach) sehr viel selber umsetzen. Eine erfolgreiche Optimierung beginnt nämlich auf der eigenen Website und dort kann man heute dank CMS schon mit rudimentärsten Programmierkenntnissen sehr viel optimieren. Eine teure Agentur muss man da nicht unbedingt einschalten. (Wem der Aufwand dennoch zu groß ist, oder wem die Zeit für die Optimierung fehlt, der erreicht mich beim Deutschen Institut für Marketing in Köln :-) )

Bestellen Sie doch das Buch gleich portofrei bei Amazon.

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