Aug 25





Heute stelle ich Ihnen einen weiteren Teilnehmer der Coaching-Ausbildung vor: Oliver Ueltzhöffer. Mit seiner Firma Agil Consulting ist er bereits im Bereich Coaching und Beratung tätig und rundet mit der Ausbildung zum Systemischen Business Coach sein Profil ab.

1. Stell dich doch kurz vor (Werdegang, Bezug zum Coaching, aktuelle Tätigkeit etc)

Ich habe eine Ausbildung als Kommunikationselektroniker und später Architektur mit Schwerpunkt Baumanagement studiert. Seit 1996 bin ich im Bereich Marketing und Unternehmensführung mit meiner Werbeagentur tätig. Durch Expansion und Erweiterung meiner Tätigkeitsfelder habe ich zunehmend mit der Mitarbeiterführung im eigenen Unternehmen zu tun bekommen. Daraus entwickelte sich ein großes Interesse an Mitarbeiterführungstools und ersten Coaching mit Gehversuchen im Rahmen von Schulungen und Trainings. Dabei lernte ich, wie entscheidend die richtige Kommunikation mit Mitarbeitern und Kunden ist, um das Unternehmensziel erfolgreich im Team zu meistern. Im Austausch mit anderen Unternehmern und Entscheidern schlüpfte ich mehr und mehr in die Rolle eines Beraters und auch Coaches, was sich nun zu einem wichtigen Bestandteil meiner Arbeit entwickelt hat. Die erzielten Erfolge meiner Kunden sind der beste Beweis für einen Schritt in die richtige Richtung – Coaching funktioniert oft besser als eine herkömmliche Marketing- oder Unternehmensberatung und zahlt sich praktisch immer um ein Vielfaches aus.

2. Wie bist du auf die Coaching-Ausbildung bei Emrich-Consulting aufmerksam geworden?

Ich habe Martin Emrich bereits zwei Mal auf Vorträgen erlebt und ihn selbst schon für ein Coaching eines leitenden Mitarbeiters beauftragt. Somit kannte ich bereits einige seiner Methoden und war vom Umgang mit meinem Mitarbeiter und den erzielten Resultaten begeistert. In weiteren Gesprächen hat mich Herr Emrich dazu ermutigt auf meinem Know-How aufzubauen und selbst diese Ausbildung mit Zertifizierung zu absolvieren.

3. Wie würdest du die Ausbildung bisher zusammenfassen? Was gefällt dir besonders gut? Wo siehst du noch Verbesserungspotenzial?

Nun habe ich bereits an 4 spannenden Modulen teilgenommen, die alle sehr lehrreich und beindruckend waren. Besonders gut gefällt mir dabei die Praxisumsetzung. Mir ist es wichtig Gelerntes gleich in die Tat umzusetzen und damit schnellst möglich selbst coachen zu können. Und es funktioniert! In meinen Kunden-Coachingsitzungen lasse ich gleich das neu erlernte intuitiv einfließen und bin immer wieder von den schnellen Ergebnissen verblüfft. Auch durch die vielen Feedbacks in der Trainerrunde bekomme ich sofort eine Rückmeldung und damit Sicherheit im Umgang mit dem Erlernten. Was mir weniger gefällt sind die langen Pausen zwischen den Modulen, ich kann es immer gar nicht erwarten bis wir uns zum nächsten Modul treffen. So finde ich es sehr hilfreich, dass ich mich regelmäßig mit meinen kompetenten Coachingausbildungskollegen treffen kann und wir unsere Erfahrungen austauschen sowie in Rollenspielen die Tools trainieren können.

4. Wie möchtest du das erworbene Wissen zukünftig einsetzen?

Das setze ich bereits fleißig ein! Genau genommen setze ich das Erlernte nicht nur explizit in meinen Coachings ein, sondern bereits in fast allen Kunden- und Mitarbeitergesprächen. Der Vorteil liegt klar auf der Hand. Mit der richtigen gedanklichen Herangehensweise, ich meine hier besonders den konstruktivistischen Denkansatz, der richtigen Fragetechnik und dem Fokus auf die Problemlösung ist schnell klar um was es dem Kunden wirklich geht und was ihm konkret und schnell hilft. Das macht sogar richtig Spaß, denn ich kenne nun die Wünsche und Ziele meines Kunden viel genauer und damit wird die Umzusetzung eines Projektes viel schneller und effizienter. Das freut den Kunden und spart enorm Budget. Und mit dieser begeisterten Erfahrung empfiehlt uns der Kunde dann bei anderen Interessenten weiter – so haben alle Beteiligte dabei gewonnen!

Zukünftig möchte ich den Bereich des reinen Systemischen Business Coachings zum festen Standbein meines Unternehmens etablieren und werde mich auch nach Abschluss der Ausbildung ständig weiter in diesem spannenden Bereich austauschen und weiterbilden.

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Aug 15





Das vierte Modul steht ganz im Zeichen des Lösungsfokussierten Coachings (Solution Focus).

Die 3 Tage beginnen direkt mit einer praktischen Aufgabe. Anhang der Transkripte zweier fiktiver Coaching-Gespräche wurde herausgerabeiet, wie sich Therapie bzw. Beratung und lösungsfokussiertes Coaching unterscheiden. Bei dieser Gelegenheit wurden gleich auch noch die verschiedenen Fragearten wiederholt. Anhand dieser beiden Beispiele wird klar, welche Grundannahmen einem erfolgreichen Coaching zugrunde liegen sollten.

Dann stiegen wir tiefer in das lösungsfokussierte Coaching ein. Die 7 Grundannahmen standen ebenfalls auf dem Plan wie verschiedene Tools und Instrumente, die im SF-Coaching Einsatz finden. Natürlich immer wieder mit Übungen und Demo-Coachings, um das Gelernte direkt praktisch anwenden zu können.

Zwei wichtige Tools aus dem SF-Coaching möchte ich hier herausgreifen: die Skalenfragen und die Wunderfrage. Zur Wunderfrage hat Dr. Emrich auch ein lehrreiches Video produziert:

Am letzten Tag erhielten wir hilfreiche Details zum Abschluss einer Coaching-Sitzung. Zum Beispiel die verschiedenen Aufgabenarten und Beziehungstypen sowie einen beispielhaften Ablaufplan einer kompletten Coaching-Sitzung. Mit diesen Informationen sind wir nun (zumindest theoretisch) für den Ernstfall gerüstet und können komplette Coachings durchführen. Jetzt geht es natürlich um üben üben üben :-)

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Aug 9





Vor einigen Tagen bekam ich per E-Mail die Vorbereitungsunterlagen zum fünften Modul zugeschickt. Laut Seminarbeschreibung geht es in Modul 5 um folgende Themen:

  • Telefon-Coaching
  • E-Mail-Coaching
  • Coaching per SMS
  • Fulfillment-Coaching
  • Werte des Coaching-Klienten herausarbeiten
  • Prozess-Coaching
  • Einsatz von Rollenspielen mit Videoanalyse und “Shadowing”

Passend dazu hat Martin einige Artikel rumgeschickt, die sich mit diesen Themen beschäftigen. Mich persönlich interessiert vor allem das Thema “Shadowing” bzw. Schattentage. Und hier besonders die Frage, wie der Coach diese Tage abrechnet. Mit dem vollen Tagessatz? Das wird dann für den Klienten richtig schnell richtig teuer. Als eine normale Sitzung? Dann geht der Stundenverdienst des Coaches gegen Null. Bin gespannt, auf diese Frage eine Antwort zu bekommen, da auch in den Artikeln nichts über die Abrechnung stand.

Ich freue mich auf jeden Fall sehr auf Modul 5. Nachdem ich Modul 4 leider nicht vollständig besuchen konnte, hoffe ich, jetzt wieder die vollen 3 Tage ausschöpfen zu können. In 2,5 Wochen gehts los :-)

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Aug 8





Diese Frage sollten sich angehende Coaches stellen, denn noch können sie die Weichen für einen erfolgreichen Einstieg in das Coaching-Business legen. Wenn man weiß, worauf es ankommt, kann man auch dementsprechend agieren.

Eine Studie der Management-Beratung Kienbaum in Zusammenarbeit mit dem Harvard Business Manager hat 2008 die wichtigsten Faktoren identifziert, die Personaler bei der Auswahl eines (externen) Coaches besonders beachten. Im Einzelnen sind dies:

  • persönliches Auftreten des Coaches (94%): eine gute Nachricht, denn hieran kann man proaktiv arbeiten.
  • Berufserfahrung (90%): Tja, hier kann man wohl nichts tun außer Geduld zeigen und sich die nötigen Erfahrungen aneignen.
  • eine fundierte Coaching-Ausbildung (83%): puh, da liege ich mit meiner Ausbildung und diesem Blog also goldrichtig :-)
  • Führungs- und Managementerfahrung (77%): Auch hier heißt es abwarten und Erfahrungen sammeln. Coaches, die bereits in einer Führungsposition tätig waren, haben offenbar einen großen Vorteil (verständlicherweise).
  • Change-Management-Kompetenz (65%) : das eine oder andere Seminar zum Thema Change Management kann also auch nicht schaden…
  • die passenden Coaching-Ziele und -Themen (59%): ein gutes Argument für eine thematische Spezialisierung.

Keine Rolle dagegen spielt übrigens eine Psychotherapie-Ausbildung bzw. ein solches Studium. Nice to have, aber offenbar kein relevantes Kriterium.

Quelle: Kienbaum

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Aug 7





Passend zum aktuellen Artikel im Heft managerSeminare hat Dr. Emrich in seinem Blog das Thema E-Mail-Coaching angestoßen.

Ich persönlich finde das Medium E-Mail eigentlich recht interessant, auch für den Coaching-Bereich. Allerdings gehöre ich zu der Generation, die quasi mit dem Internet aufgewachsen ist. Ich verschicke (privat und beruflich) täglich zwischen 10 und 50 E-Mails, manchmal auch mehr. Insofern wäre E-Mail-Coaching für mich kein exotisches Randthema, sondern durchaus vorstellbar.

Der Artikel identifiziert u.a. folgende Vor- und Nachteile des Online- bzw. E-Mail-Coachins:

Vorteile:

  • Anonymität: der Coachee kann anonym bleiben, was seine Hemmschwelle, private Details zu berichten, verringern kann
  • Flexibilität: Coach und Coachee sind örtlich und zeitlich vollkommen flexibel
  • Möglichkeit zur Reflexion: durch das Schreiben und die Möglichkeit des Durchlesens findet ein intensiver Reflexionsprozess statt

Nachteile:

  • Anonymität: kann zu geringem Vertrauensaufbau führen und eine engere Beziehung zwischen Coach und Coachee verhindern
  • kein direktes Feedback: körpersprachliche Signale als Feedback fallen völlig weg
  • Asynchronität: durch die zeitliche Verzögerung zwischen den E-Mails wird der Prozess “zäh”

Wer sich für E-Mail-Coaching interessiert, sollte vor allem gerne schreiben, so ein Fazit des Artikels. Nur wer kein Problem mit schriftlichem Austausch hat und wem schriftliche Formulierungen leicht fallen, wird an Online-Coaching seine Freude haben.

Meines Erachtens wird sich Online- und E-Mail-Coaching als Zusatzinstrument etablieren. Zum Beispiel für kurze Kommunikation zwischen den Sitzungen, Ergänzungen, kurzfristige Fragen oder Aufgaben etc. Als alleiniges Coaching-Medium sehe ich die E-Mail auch in Zukunft nicht an.

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Aug 4





Coaching-Ausbilder Dr. Martin EmrichDr. Emrich bzw. seine Firma EMRICH Consulting ist der Anbieter der Coaching-Ausbildung, die ich besuche und über die ich hier schreibe. Was liegt da näher, als ein Interview mit dem Ausbilder persönlich zu führen? In den kommenden Wochen folgen auch weitere Interviews mit den beiden Co-Ausbildern sowie den anderen Teilnehmern.

In diesem Interview habe ich die Du-Form gewählt, da wir uns in der Ausbildung alle duzen.

Hi Martin. Beschreib doch bitte kurz deinen Werdegang und wie du zum Coaching gekommen bist.

Ich bin promovierter Diplompsychologe und Geschäftsführer der Firma EMRICH Consulting …improving people! Die Firma hab ich 1996 gegründet. Bis zur Jahrtausendwende arbeitete ich vorwiegend als Trainer und Berater. Zwei Faktoren trieben mich dann ganz stark in Richtung Coaching:

  1. Mehr und mehr kamen Ende der neunziger Jahre meine Kunden und Seminarteilnehmer auf mich zu und baten mich direkt, sie durch gezielte Coachings zu unterstützen.
  2. Mir fiel auf, dass ich im Einzelcoaching häufig sehr viel mehr bewegen kann, als in einem Gruppentraining mit 12 oder mehr Teilnehmern. Gerade die Früchte meiner hypnotherapeutischen Ausbildung kommen im Einzelsetting sehr viel besser zum tragen als in Veranstaltungen für Gruppen.

Was war der Auslöser für den Sprung vom Coach zum Coaching-Ausbilder?

Auch dafür gab es genau zwei Auslöser:

  1. Zunächst war ich ja auch viele Jahre Coach und habe selbst zwei gute Coaching-Ausbildungen besucht. Die waren beide hilfreich. Trotzdem dachte ich mir: „Mensch Martin, als promovierter Psychologe kriegst Du sicher eine bessere Ausbildung hin!“ Und das funktionierte! Heute gilt unsere Coaching-Ausbildung als eine der praxisorientiertesten und interaktivsten im deutschsprachigen Raum.
  2. Viele Coaching-Ausbildungen vermitteln primär Coaching-Kompetenz. Das ist in meinen Augen aber nur die halbe Miete. Wir bei EMRICH Consulting unterstützen unsere Teilnehmer auch massiv dabei, an eigene Klienten zu kommen – und zwar schon während, nicht nach Abschluss der Ausbildung.

Was sind für dich die wichtigsten Faktoren einer hochqualitativen Coaching-Ausbildung?

  1. Die Ausbilder sind selbst zertifizierte und erfolgreiche Coaches mit breiter Berufserfahrung im Business-Kontext.
  2. Die Teilnehmer haben im Rahmen der Ausbildung die Möglichkeit, selbst zu coachen.
  3. Integraler Bestandteil der Ausbildung ist es, aufzuzeigen, wie ich als Coach meine Klienten gewinne
  4. Am Ende der Ausbildung steht eine unabhängige Prüfung, in welcher durch ein professionell konstruiertes Assessment Center die de facto Coaching-Kompetenz der Ausbildungs-Teilnehmer objektiv diagnostiziert wird. Diese Prüfung darf selbstverständlich nicht von den Ausbildern durchgeführt werden, wie das leider in vielen Coaching-Ausbildungen bis heute der Fall ist.

Wie schätzt du den Markt für Coaching ein? Worauf sollten frischgebackene Absolventen achten?

Alle mir bekannten Analysen zeigen sehr klar, dass Deutschland ein Wachstumsmarkt für Business-Coaching ist. Mehr und mehr Führungskräfte erkennen den klaren Return-on-Investment, den ihnen Coaching zu Themen wie „Führung“ oder „Work-Life-Balance“ bietet. Frischgebackene Absolventen sollten darauf achten, nicht mit Dumping-Preisen in den Markt einzutreten. Wer in Firmen für 100 Euro pro Stunde coacht, wird mit diesem Honorar vom Top-Management kaum ernst genommen.

Warum hast du dich für Systemisches Coaching entschieden, anstatt für eine andere Form des Coaching? Wo liegt der Vorteil?

Mir persönlich gefällt der Eklektizismus des systemischen Ansatzes. So fand ich sehr viele Elemente meiner früher absolvierten Ausbildungen beim systemischen Coaching wieder: Komponenten des NLP, transaktionsanalytische Vorgehensweisen, bestimmte Formate der klinischen Hypnose, sowie Interventionen aus der kognitiven Therapie passen alle gut unter das „Dach“ des systemischen Ansatzes.

Der besondere Vorteil der systemischen Denkweise ist die ihr innewohnende ganzheitliche Betrachtungsweise. Keine andere „Schule“ betont so klar, dass menschliches Denken, Fühlen und Handeln nur verstanden und verändert werden kann, wenn man sich als Coach klar macht, dass der Klient in unterschiedlichen Systemen (z.B. Firma, Familie,…) lebt und auch der Klient selbst als System mit integrierten Subsystemen (z.B. Herz- Kreislaufsystem, Muskulatur,…) betrachtet werden muss. Und genau durch diese ganzheitliche Sichtweise sind die Werkzeuge des systemischen Coachings in der Praxis so effektiv.

Wie kann ein Teilnehmer einer Coaching-Ausbildung den größtmöglichen Nutzen aus seiner Ausbildung ziehen?

Wichtig ist, dass die Teilnehmer die Angebote und Ermunterungen der Ausbilder, selbst möglichst viele praktische Coaching-Erfahrungen zu sammeln, proaktiv nutzen. Leider gibt es Teilnehmer, die denken, sie müssten erst einmal die Ausbildung abgeschlossen haben, bis sie mit dem Coaching beginnen dürften. Ein fataler Fehler! Denn die Ausbildungsinhalte sind so umfangreich, dass sie jeweils sofort ausprobiert werden müssen, um nicht in Vergessenheit zu geraten. Es gilt: „Use it, or lose it!“

Und zu guter Letzt: Hast du sonst noch Tipps für die Leser dieses Blogs, die mit dem Gedanken spielen, Coaches zu werden?

Klar, ich kann nur wärmstens unsere Ausbildung zum Systemischen Business Coach (ICA) empfehlen. Wegen sehr großem Zuspruch ist es allerdings erst im Januar 2010 wieder möglich, diese Ausbildung zu starten. Sie dauert dann über 2010 verteilt 22 Tage und schließt im Januar 2011 mit einer international anerkannten Zertifizierung durch die International Coaching Association ab.

Vielen Dank, Martin. Wir sehn uns ja Ende August wieder in Tübingen. Ich freu mich schon auf das kommende Modul :-)

Mehr Informationen über die Coaching-Ausbildung finden Sie hier in diesem Blog und auf der Website von EMRICH Consulting.

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