Im dritten Modul wird u.a. die systemische Denkhaltung als Grundlage des systemischen Coachings eingeführt.
Das systemische Coaching baut auf drei Säulen auf:
- Systemik: es geht um die Zusammenhänge und Wechselbeziehungen zwischen den Personen im System
- Lösungsfokussierung: Konzentration auf die Lösung, nicht auf das Problem
- Konstruktivismus: das Verändern der Perspektive des Klienten ändert auch dessen Welt
Neben der systemischen Sichtweise gibt es noch eine Reihe von anderen Modellen zur Beschreibung menschlichen Verhaltens:
- Maschinenmodell: ein Reiz löst eine Reaktion, z.B. ein Verhalten, aus. Das Verhalten wird durch Konditionierung erworben
- Eigenschaftsmodell: Eigenschaften sind genetisch bedingt oder anerzogen (“Der ist halt so”)
Diese Modelle nehmen dem Handelnden jeglichen Spielraum zur Beeinflussung seines Verhaltens. Das Ziel im Coaching ist es aber, dem Klienten aufzuzeigen, dass er die Kontrolle über seine Reaktion übernehmen kann, sein Verhalten in der Hand hat und es aktiv ändern kann. Deswegen ist das Handlungsmodell nützlicher. Hierbei geht man davon aus, dass Menschen ihre “eigene Welt” durch Glaubenssätze und andere interne Prozesse selbst erschaffen. Ändert man diese Prozesse (z.B. durch Perspektivenwechsel bzw. Reframing), ändert sich auch die Welt des Klienten.
Der Klient ist immer Teil eines Systems. Deshalb gilt es, dieses System in die Betrachtung mit einzubeziehen. Methoden hierfür sind zum Beispiel der Ökologiecheck, Kontextklärung sowie zirkuläre und hypothetische Fragen.
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